Ratgeber


Wie Sie Halsschmerzen loswerden

Wie Sie Halsschmerzen loswerden

Welche Mittel helfen tatsächlich?
Halsschmerzen treffen fast jeden mehrmals im Jahr. An der Behandlung scheiden sich dennoch die Geister. Was lindert die Beschwerden tatsächlich und was sollten Sie lieber sein lassen?
  • Halsschmerzen kündigen typischerweise eine harmlose Erkältung an. Doch auch wenn sie meist schon nach wenigen Tagen von alleine abklingen, wünschen sich viele Patienten eine möglichst schnelle und effektive Linderung der unangenehmen Schluckbeschwerden. Mittel dazu stehen viele zur Verfügung, oftmals aber mit eher zweifelhaftem Nutzen. Wir geben Ihnen einen Überblick, was gegen Halsschmerzen hilft – und was nicht.

    Hinweis: Treten die Halsschmerzen ungewöhnlich lange und stark auf, suchen Sie einen Arzt auf. Kindern unter zwei Jahren sowie Schwangeren und Stillenden ist bei Halsschmerzen generell eine ärztliche Untersuchung anzuraten.

    Behandlung mit Hausmitteln

    Mit den klassischen Hausmitteln gegen Halsschmerzen können Sie eigentlich kaum etwas falsch machen. Tipps wie ausreichend trinken, Bonbons lutschen, mit Tee gurgeln, Halswickel anlegen, Schal tragen und dem Körper Ruhe gönnen empfehlen sich nach wie vor. Erwarten Sie aber keine Wunder von solchen eher unspezifischen Maßnahmen!

    Behandlung mit Antibiotika

    Ob sich eine Antibiotika-Behandlung für Sie lohnt, hängt von der Ursache der Halsschmerzen ab. In den meisten Fällen ist der Infekt von Viren verursacht. Da Antibiotika nur gegen bakterielle Infekte helfen und zudem Nebenwirkungen hervorrufen können, ist ihr Einsatz nur selten ratsam. Im schlimmsten Fall kommt es zu Antibiotika-Resistenzen, wodurch die Mittel bei ernsteren Erkrankungen eventuell nicht mehr wirken. Selbst bei einer bakteriellen Streptokokken-Infektion, die nur bei Kindern gehäuft vorkommt, wird darum mittlerweile keine routinemäßige Antibiotika-Gabe mehr empfohlen.

    Behandlung mit schmerzstillenden Mitteln

    Erfolgversprechender als eine ursächliche Behandlung ist zumeist die bloße Linderung der Symptome. Aber auch hier sollten Sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis vorher genau abwägen. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder ASS sind zwar wirksam, belasten aber den Verdauungstrakt. Den Halsschmerz betäubende Arzneimittel wie Lidocain oder Benzocain sind dafür bekannt, allergische Reaktionen auszulösen. Vergleichsweise gut verträglich ist hingegen Paracetamol, auch der Hustenlöser Ambroxol kann Ihnen Linderung verschaffen.

    Behandlung mit Phytopharmaka und Homöopathika

    Pflanzliche Arzneimittel helfen auf unterschiedlichen Wegen gegen Halsschmerzen: So wirkt Kamille entzündungshemmend, Salbei desinfizierend und Isländisch Moos schleimbildend. Angeboten werden Phytopharmaka häufig als Hals- und Rachentees, die Sie zum Gurgeln und als Mundspülung verwenden können. Zur Wirksamkeit der Mittel gibt es bislang allerdings keine wissenschaftlich ausreichenden Belege. Das gleiche gilt für Homöopathika mit Ausgangsstoffen wie Aconitum oder Belladonna.

    Einnahmeformen von Mitteln gegen Halsschmerzen

    Einnehmen können Sie Mittel gegen Hallschmerzen auf unterschiedliche Weise. Beliebt sind vor allem Lutschpastillen: Kauen oder zerbeißen Sie die Tabletten nicht, sondern lutschen Sie langsam oder „parken“ Sie die Pastille in ihrer Backe und lassen Sie dort nach und nach zergehen. Auf diese Art entfaltet sich die Wirkung optimal. Eine Gurgellösung sollten sie ca. eine Minute lang anwenden und dann ausspucken. Manche Menschen tun sich mit dem Gurgeln jedoch schwer. Zudem ist hier, wie auch bei den Lutschpastillen, das Problem, dass die enthaltenen Wirkstoffe nicht die tieferen Rachenregionen erreichen. Besser ins Entzündungsgebiet vordringen können Sie mit Sprays, die Sie direkt in den Rachenraum sprühen. Bei der Entscheidung für die geeignetste Einnahmeform kann Ihnen Ihr Apotheker weiterhelfen.

    Hinweis: Gurgellösungen und Lutschpastillen sind für viele Kleinkinder noch nicht geeignet. Hier empfiehlt sich eher ein Halsschmerzsaft.

    Quelle:
    Ines Winterhagen: Halsschmerzen loswerden – Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 42, Oktober 2016, S. 34-40.
    gesundheitsformation.de: Schnupfen, Husten und Halsschmerzen lindern


    weiterlesen weniger
Hilfe gegen übermäßiges Schwitzen

Hilfe gegen übermäßiges Schwitzen

Wenn der Schweiß rinnt und rinnt…
Wer nicht nur in der Sonne, beim Sport oder bei akutem Stress schwitzt, der könnte an einer Hyperhidrose leiden – einer übermäßigen Schweißbildung. Wie Sie dem ständigen Schwitzen am besten Einhalt gebieten.
  • Schwitzen ist normal – selbst ohne übermäßige Anstrengung oder hohe Temperaturen. Die Schweißmenge, die wir produzieren, ist aber so gering, dass sie uns kaum auffällt und daher auch nicht stört. Bei manchen Menschen ist das anders: Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung schwitzen im Übermaß am ganzen Körper oder an einzelnen Körperregionen wie Händen, Füßen oder Achselhöhlen. „Von einer krankhaften Störung ist auszugehen, wenn das starke Schwitzen den Betroffenen erhebliche Probleme in ihrem sozialen und beruflichen Umfeld macht und sie in ihrer Lebensführung und Lebensqualität relevant beeinträchtigt“, erklärt der Dermatologe Dr. Peter Arne Gerber. Falls auch Sie an der als Hyperhidrose bekannten Krankheit leiden, bekommen Sie hier Hilfe.

    Hinweis: Hinter einer Hyperhidrose können sich manchmal ernste Erkrankungen verbergen wie ein Diabetes mellitus, eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein Malignom. Klären Sie daher bei starkem Schwitzen zuerst eine mögliche Grunderkrankung mit Ihrem Hausarzt oder einem Dermatologen ab.

    Deodorant, um den Schweiß zu überdecken

    Für viele Menschen ist nicht das Schwitzen an sich das Problem, sondern der damit verbundene unangenehme Geruch. Dieser entsteht, wenn Bakterien den Schweiß auf der Hautoberfläche zersetzen. Dagegen hilft Ihnen bereits ein Deodorant, kurz Deo. Deos enthalten antimikrobiell wirksame Substanzen, die die Bakterien abtöten, und Duftstoffe wie Minz- oder Nelkenöl, die den Schweißgeruch überdecken. Dazu kommen häufig Geruchsabsorber und Enzyminhibitoren, um die Geruchsbildung zu hemmen.

    Problematisch: Manche Inhaltsstoffe von Deos stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. So wird etwa Polihexanid in höheren Dosen von der Europäischen Union als krebserregend eingestuft. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie auf Naturkosmetik mit natürlichen Keimhemmern wie Hopfen, Fenchel oder Melisse zurückgreifen. Achten Sie zudem auf mögliche Unverträglichkeiten oder Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe.

    Antitranspirant, um den Schweiß zu reduzieren

    Antitranspirants wirken im Gegensatz zu Deodorants direkt auf die Schweißdrüsen ein. Mittels Aluminiumsalzen verengen sie die Hautporen und blockieren die Schweißkanäle, wodurch die Schweißproduktion deutlich gedrosselt wird. Somit kommt es gar nicht erst zur Geruchsbildung. Nach anfangs mehrmaliger Anwendung pro Woche können Sie die Wirkung, je nach Produkt, oft schon durch einmal wöchentliche Anwendung aufrechterhalten. Benutzen Sie das Antitranspirant möglichst abends: Da die Schweißdrüsen nachts in der Regel inaktiv sind, kann das Mittel optimal einwirken und wird nicht direkt wieder aus dem Körper geschwemmt.

    Auch der Inhalt von Antitranspirants ist leider nicht unbedenklich: Aluminiumhaltige Produkte werden mit Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung gebracht – wobei eindeutige wissenschaftliche Belege bislang ausblieben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht jedoch davon aus, dass Aluminium sich durch Antitranspirants und weitere alltägliche Aluminiumquellen (Lebensmittel, Kochutensilien, Kosmetika) in gesundheitsschädigenden Mengen im Körper anreichern kann. Zwar sind mittlerweile auch Mittel ohne Aluminiumsalze erhältlich. Deren Wirkung ist aber umstritten.

    Tipp: Sie können Ihre Aluminiumaufnahme verringern, indem Sie Antitranspirants nicht auf gereizte oder geschädigte Haut aufbringen (zum Beispiel direkt nach der Achselrasur).

    Weitere Tipps gegen übermäßiges Schwitzen

    Helfen Deo und Antitranspirant Ihnen nicht weiter, empfehlen sich Medikamente mit antihidrotischer Wirkung. Zugelassen sind zwei rezeptpflichtige Anticholinerga-Präparate zur oralen Einnahme mit den Wirkstoffen Methantheliniumbromid (Vagantin®) bzw. Bornaprin (Sormodren®). Auch Psychopharmaka wie Tranquilizer oder Sedativa sowie Betablocker empfiehlt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft in ihren Leitlinien. Andere Psychopharmaka können als Nebenwirkung wiederum zu Schwitzen führen. Bei besonders hohem Leidensdruck kommt eine Botox-Injektion in Frage, die etwa sechs Monate lang effektiv wirkt – aber auch teuer ist.

    Anstatt nur die Symptome zu bekämpfen, können Sie auch versuchen, die Ursachen des Schwitzens zu beseitigen: Machen Sie, falls Sie übergewichtig sind, eine Diät und verzichten sie auf Zigaretten, Alkohol und Nahrungsmittel mit schweißtreibenden Gewürzen. Trinken Sie dafür Salbei-Tees oder lutschen Sie Salbei-Dragees – ihnen wird eine schweißmindernde Wirkung nachgesagt.

    Quelle: Christine Vetter: Schwitz, schwitz ... Was hilft gegen übermäßige Schweißbildung? Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 19, Mai 2017, S. 40-43.


    weiterlesen weniger
Trockene Augen: Was Sie tun können

Trockene Augen: Was Sie tun können

Symptome meist gut behandelbar
Brennen, Rötung, Tränen: Wird die Augenoberfläche nicht mehr ausreichend befeuchtet, kommt es zu trockenen Augen.  Das fühlt sich unangenehm an, lässt sich meist aber gut behandeln. Tipps zur Selbsttherapie.
  • Alle 5 bis 10 Sekunden verbringen wir damit, trockene Augen zu vermeiden – nämlich indem wir blinzeln. Durch den Lidschluss verteilt sich Tränenflüssigkeit über der Augenoberfläche. Dabei verbessert sie nicht nur die Sehleistung, sondern liefert der Hornhaut zudem Sauerstoff und Nährstoffe und schwemmt gegebenenfalls kleine Fremdkörper aus. Die Ursachen für trockene Augen – auch als Sicca-Syndrom bekannt – sind vielfältig: Erkrankungen wie Rheuma oder Diabetes, Medikamenteneinnahme und Umweltfaktoren können allesamt zu einer verminderten Tränenmenge oder einer stärkeren Verdunstung des Tränenfilms führen. Den Arztbesuch können Sie jedoch in den meisten Fällen vermeiden.

    Regelmäßige Lidrandhygiene befreit Talgdrüsen

    „Schuld“ an trockenen Augen sind häufig die Talgdrüsen: Sie produzieren die äußere Fettschicht des Tränenfilms, die ein Austrocknen des Auges verhindert. Verstopfen die Talgdrüsen jedoch, wird die Fettschicht löchrig oder zu dünn. In solchen Fällen kann eine sogenannte Lidrandmassage Wunder wirken: Dafür legen Sie für einige Minuten eine feuchtwarme Kompresse über die geschlossenen Augen, um das Fett in den verstopften Talgdrüsen zu verflüssigen. Streichen Sie dann mit einem feuchten Wattestäbchen oder einer Kompresse auf dem Oberlid von oben nach unten, danach auf dem Unterlid von unten nach oben. Abschließend streichen Sie entlang der Wimpern in Richtung ihrer Nasenwurzel. Die Talgdrüsen können dann wieder ungehindert den Tränenfilm mit Fett versorgen.

    Tipp: Fertigprodukte zur Lidreinigung wie zum Beispiel gebrauchsfertig getränkte Einmalkompressen finden Sie in Ihrer Apotheke.

    „Künstliche Tränen“ stabilisieren Tränenfilm

    Bessern sich die Symptome durch eine Lidrandmassage nicht, könnte Ihnen ein Tränenersatzmittel – auch „künstliche Tränen“ genannt – helfen. Die Präparate in Tropfen- oder Gelform stabilisieren den Tränenfilm des Auges, möglichst ohne die Sehkraft zu beeinträchtigen. Unterschieden werden künstliche Tränen nach ihrer Viskosität: Je weniger viskos, desto dünnflüssiger ist das aufgetragene Mittel. Dünnflüssige Augentropfen verteilen sich schnell auf der Augenoberfläche und beeinträchtigen die Sicht kaum, dafür haften sie jedoch kürzer als besonders viskose Gele. Diese sollten Sie bei stärkeren Beschwerden und am besten über Nacht auf das Auge auftragen.

    Künstliche Tränen werden teilweise mit Fettbestandteilen kombiniert, die den Tränenfilm durch Verstärkung der darüberliegenden Fettschicht stabilisieren. Kaufen können Sie fetthaltige Produkte zum Beispiel in Form von Lidsprays, die aus ca. 10 Zentimeter Entfernung auf das geschlossene Augenlid gesprüht werden.

    Feuchtigkeit und Erholungspausen schonen die Augen

    Häufig spielen Umweltfaktoren eine Rolle bei der Entstehung eines Sicca-Syndroms. Häufig können Sie die Symptome bereits lindern, indem sie viel trinken – optimalerweise mindestens 2,5 Liter am Tag – und für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu Hause und bei der Arbeit sorgen. Gerade die Heizung im Winter und die Klimaanlage im Sommer begünstigen trockene Augen. Ebenso sollten Sie Zugluft sowie staubige und verrauchte Luft meiden. Arbeiten Sie häufig am Computer, planen Sie am besten ausreichend Pausen ein, in denen das Auge häufiger blinzeln kann. Über genügend Schlaf freuen sich Ihre Augen ebenfalls.

    Hinweis für Frauen: Achten Sie auf verträgliche Augenkosmetik und schminken Sie sich abends gründlich ab, um ein Verstopfen der Talgdrüsen durch Kajal- oder Wimperntuschereste zu vermeiden.

    Quellen:
    Christine Kammer: Wenn der Sandmann bleibt: Hilfe bei trockenen Augen. PTAheute, Heft 11, Juni 2017, S. 69-65.
    Dr. Arne Schäffler (Hrsg.): Gesundheit heute: Krankheit – Diagnose – Therapie. Knaur, S. 496-497.


    weiterlesen weniger
Was tun bei starkem Haarwuchs?

Was tun bei starkem Haarwuchs?

So gelingt die Haarentfernung
Übermäßiger Haarwuchs am ganzen oder an Teilen des Körpers ist zumeist harmlos, stellt aber häufig eine psychische Belastung für die Betroffenen dar. Welche Möglichkeiten der Haarentfernung sich bieten.
  • Eine übermäßige Behaarung (unter Medizinern Hypertrichose genannt) liegt häufig in den Genen. Sie kann sich aber auch erst im späteren Leben entwickeln, z. B. durch bestimmte Medikamente oder eine Erkrankung. Die Ursache einer erworbenen Hypertrichose sollten Sie am besten mit dem Hausarzt oder einem Dermatologen abklären. Abzugrenzen von der Hypertrichose ist der Hirsutismus: Hier zeigt sich bei Frauen ein männliches Behaarungsmuster, das für gewöhnlich hormonell bedingt ist.

    Tipp: Gegen verstärkte Behaarung an Oberlippe, Wangen und Kinn im Rahmen des Hirsutismus hat sich der Wirkstoff Eflornithin (Vaniqa®) als effektiv erwiesen: Zwei Mal täglich aufgetragen hemmt Eflornithin-Creme das Haarwachstum.

    Den übermäßigen Haaren zu Leibe zu rücken kann, je nach gewählter Methode, sehr unangenehm sein. Bevor Sie sich für ein Enthaarungsverfahren entscheiden, sollten Sie daher erst einmal feststellen: Wie schnell und wie dicht wachsen die Haare? An welchen Körperstellen wachsen sie? Und vor allem: Wie sehr leide ich unter dem Haarwuchs?

    Vorübergehende Haarentfernung durch Depilation

    Bei leichteren Fällen reicht es oft schon, wenn Sie die betroffenen Körperstellen regelmäßig depilieren. Bei der Depilation wird nur der außerhalb der Haut liegende Teil des Haares entfernt. Besonders verbreitet ist die Rasur: Sie ist wenig zeitaufwendig und relativ günstig, allerdings werden die Haarwurzeln nicht entfernt, weshalb Ihre Haare schnell wieder nachwachsen. Zudem kann es zu einer Entzündung des Haarfollikels (Follikulitis) kommen – diese droht aber auch bei anderen Enthaarungsverfahren.

    Hinweis: Entgegen einer verbreiteten Ansicht beschleunigt die Rasur das Haarwachstum nicht. Der Eindruck kommt daher, dass die helle und dünne Haarspitze abgeschnitten wird und ein dunkler, robuster Haarstoppel übrig bleibt.

    Neben der Rasur können Sie Ihre Körperhaare auch mit Enthaarungscreme depilieren. Dabei werden chemische Bindungen des Haarkeratins aufgespalten, wodurch Sie den sichtbaren Teil des Haares nach einigen Minuten Einwirkzeit einfach abschaben können. Der Enthaarungseffekt hält länger an als beim Rasieren, jedoch kann es zu allergischen Reaktionen oder Hautirritationen kommen – im Gesicht und im Schambereich sollten Sie Enthaarungscreme daher nur mit besonderer Vorsicht anwenden.

    Vorübergehende Haarentfernung durch Epilation

    Bei der Epilation wird das Haar mitsamt der Haarwurzel herausgerissen. Es wächst somit langsamer nach und die Haut fühlt sich über Wochen glatt an. Epilieren können Sie ihre Haare mit einem Epiliergerät oder mit Wachs (alternativ auch Zuckerpaste). Das Wachs tragen Sie oder eine Fachkraft auf die entsprechende Körperstelle auf und ziehen es ruckartig wieder ab. Nachteilig an Epilationen: Sie sind gerade bei der ersten Anwendung sehr schmerzhaft und können zu Hautirritationen führen.

    Weniger schmerzhaft ist das sogenannte threading. Dabei wird ein Faden so über die Haut gezogen, dass sich die Haare in ihm verfangen und ausgerissen werden. Besonders bei feinen Härchen funktioniert das gut. Die Enthaarungsmethode kommt aus dem Orient, ist jedoch schwierig in der Anwendung und bei größeren Körperpartien sehr zeitaufwendig.

    Langfristige Haarentfernung durch Epilation

    Wenn Ihr Haarwuchs besonders stark ist oder Sie besonders belastet, könnte sich eine langfristige Haarentfernung lohnen. Die am besten erprobte Methode besteht in der Elektro-Epilation. Dabei wird eine hauchdünne Sonde in den Haarkanal eingeführt, die das Haar durch Hitze oder durch eine chemische Reaktion zerstört. Die Methode ist zeitaufwendig und sollte nur von sogenannten Elektrologisten durchgeführt werden. Zudem ist sie schmerzhaft und Hautschäden sind möglich.

    Eine Laser- oder IPL-Behandlung hat diese Nachteile nicht: Hier wird ein Lichtimpuls (beim Laser monochromatisches, bei IPL polychromatisches Licht) in die Haut eingestrahlt und vom Haar aufgenommen, das dadurch zerstört wird. Am besten funktionieren diese Verfahren, wenn Sie dunkle Haare und eher helle Haut haben, da sie selektiv auf Pigmentunterschiede reagieren. Die umgebende Haut bleibt daher für gewöhnlich unverletzt. Die langfristige Epilation verhindert ein Nachwachsen der Haare über mehrere Jahre, dann können Nachbehandlungen erforderlich sein.

    Quelle: Dr. Uwe Schwichtenberg: Eine haarige Sache – Hypertrichosen und wie man damit umgeht. Deutsche Apotheker Zeitung, Heft 26, Juni 2017, S. 34-39.


    weiterlesen weniger

News

Gewalt gegen Einsatzkräfte
Gewalt gegen Einsatzkräfte

Retter werden oft angegriffen

Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten werden im Einsatz häufig Opfer körperlicher oder verbaler Gewalt. Das zeigt eine aktuelle Befragung. Die Betroffenen fordern nun, aus den Ergebnissen Konsequenzen zu ziehen.   mehr

„Wechseljahre“ beim Mann
„Wechseljahre“ beim Mann

Braucht es Testosteron-Präparate?

Für Frauen sind die Wechseljahre eine einschneidende Phase ihres Lebens. Gelegentlich hört man aber auch bei Männern von einem ähnlichen im Alter auftretenden Phänomen. Was ist dran an den „Wechseljahren des Mannes“?   mehr

Wie Sie Halsschmerzen loswerden
Wie Sie Halsschmerzen loswerden

Welche Mittel helfen tatsächlich?

Halsschmerzen treffen fast jeden mehrmals im Jahr. An der Behandlung scheiden sich dennoch die Geister. Was lindert die Beschwerden tatsächlich und was sollten Sie lieber sein lassen?   mehr

Wundkleber statt Nadel und Faden
Wundkleber statt Nadel und Faden

Bald weniger Komplikationen bei OPs?

Wunden im Körperinneren sind oft schwer zu nähen. Lassen sie sich nicht verschließen, droht Lebensgefahr. Ein neuartiger Wundkleber könnte das Risiko innerer Blutungen senken.   mehr

Notfälle für den Augenarzt
Notfälle für den Augenarzt

Wann Sie umgehend reagieren sollten

Augenschmerzen, Sehverschlechterung, Doppelbilder: typische Symptome, die einem Besuch beim Augenarzt bedürfen. Welche Alarmzeichen Sie keinesfalls ignorieren sollten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Produkte

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Ihren Arzt oder Apotheker (bei Tierarzneimitteln Ihren Tierarzt).

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Schwan-Apotheke
Inhaber Volker Articus
Telefon 04841/30 66
Fax 04841/83 95 21
E-Mail info@schwan-apotheke-husum.de